Siegfried Sulzenbacher, Heilpraktiker

Die Histaminunverträglichkeit

Die Histaminunverträglichkeit ist ein Krankheitsbild, welches noch relativ unbekannt ist.

Histamin ist ein Stoff, der im menschlichen Körper natürlich vorkommt, aber auch mit Nahrungsmitteln aufgenommen wird. Wenn ein Mensch Histamin nicht verträgt oder nicht ausreichend abbauen kann, dann spielt sein Körper buchstäblich verrückt.

Neben anderen treten oft folgende Symptome auf:

  • Haut
    • plötzlich rote Flecken oder Hitzegefühle
    • Juckreiz
    • Bläschenbildung
  • Magen-Darm-Trakt
    • Schwindel und übelkeit
    • Bauchschmerzen
    • Blähungen
    • Durchfall
  • Nervensystem
    • Kopfschmerzen
    • Schwindel
  • Herz-Kreislauf-System
    • Blutdruckabfall
    • Herzrasen
    • Herzrhythmusstörungen
  • Atemwege
    • verstopfte Nase
    • Fließschnupfen
  • Sonstiges
    • Regelschmerzen

Wann besteht der dringende Verdacht auf eine Histaminunverträglichkeit
  • Wenn ein Patient die typischen Symptome der Histaminunvertäglichkeit aufweist und
  • diese Symptome durch histaminreiche Nahrungsmittel und / oder durch Alkohol ausgelöst werden können,
  • wenn er auf Medikamente, die Histamin freisetzen oder seinen Abbau blockieren, typisch reagiert und
  • wenn keine Allergien festgestellt werden können,
dann ist eine Histaminunverträglichkeit sehr wahrscheinlich.

Beispiele für Nahrungsmittel, die reich an Histamin sind
  • Pflanzliche Nahrungsmittel
    • Ananas
    • Zitrusfrüchte
    • Papaya
    • Erdbeeren
    • Nüsse
    • Sauerkraut
    • Schokolade
    • Spinat
    • Tomaten
  • Tierische Nahrungsmittel
    • Bergkäse (auch Gouda)
    • Fisch
    • Schalentiere
    • Schwein
    • Eiweiss (Eiklar)
  • Andere Stoffe
    • Hefeteig
    • Lakritz
    • Gewürze (ausprobieren)

Folgende Medikamente setzen möglicherweise Histamin im Körper frei bzw. behindern seinen Abbau

Stoffgruppe Stoff, der möglicherweise den Histaminstoffwechsel beeinflusst
Kontrastmittel alle
Muskelrelaxantien Pancuronium, Alcuronium, Curare
Narkosemittel Thiopental
Schmerzmittel Morphin, Pethidin, nichtstereodale Antirheumatika, Acethylsalizilsäure, Metamizol
Localanästhetika Prilocaine
Mittel gegen niedrigen Blutdruck Dobutamine
Mittel gegen hohen Blutdruck Verapamil, Alprenolol, Dihydralazin
Mittel gegen Herzrhythmusstörungen Propafenone
Diuretika Amiloride
Stoffe, welche die Darmmotilität beeinflussen Metoclopramide
Antibiotika Cefuroxim, Cefotiam, Isoniazid, Pentamidin, Clavulan Säure, Choroquin
schleimlösende Mittel Acetylcystein, Ambroxol
Mittel gegen Bronchialspasmen Aminophyllin
H2-Rezeptor-Antagonisten Cimetidin
Zytostatika Cyclophosphamide
Psychopharmaka Amitriptylin
Quelle: Maintz L, Noval N: Histamine and histamine intolerance. American Journal of Clinical Nutrition 2007 (85) 1185-1196


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